Die Martini-Gans


Sicher kennt Jeder die Geschichte vom Heiligen Martin, der sich in einem Gänsestall versteckt hatte, um nicht zum Bischof geweiht zu werden, da er sich nicht als würdig empfand. Durch das aufgeregte Schnattern der Gänse wurde sein Versteck jedoch verraten und er konnte geweiht werden.

Eine andere Geschichte erzählt, dass eine schnatternde Gänseschar in die Kirche gewatschelt sei und dabei Bischof Martin bei seiner Predigt unterbrochen habe. Deshalb haben sie die Gänse gefangen, geschlachtet und gegessen.

Diese Geschichten gelten jedoch eher als Legenden und sind seit dem 16. Jahrhundert im Umlauf.

Der Martini Brauchtum dürfte jedoch weiter zurück liegen.

Der Martinstag markiert auch das Ende des Bäuerlichen Wirtschaftsjahres und somit auch den Tag an welchem der Pachtzins oder die Lehnspflicht bezahlt werden musste.

Häufig dürfte dies in Naturalien geschehen sein, unter anderem eben auch mit Gänsen.

Da mit dem Martinstag auch das ende des Wirtschaftsjahres mit einem Fest gefeiert wurde, bot es sich an, die Gans zum Festessen zu servieren.

Viel Spaß beim Gansl Essen

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